Für eine bessere Welt kämpfen - ohne zu wissen, wie?

Als JUSO Schweiz haben wir eine spezielle Stellung in der Linken. Wir sind die Jungpartei einer staatstragenden Partei und möchten gleichzeitig einen revolutionären Bruch mit diesem bürgerlichen Staat. Wir kandidieren bei Wahlen und nehmen Einfluss durch institutionelle Elemente wie Initiativen und Referenden und möchten gleichzeitig den Widerstand gegen diese Institutionen von unten aufbauen. Wir befinden uns im imperialen Kern dieser Welt, von dem wir auch profitieren und möchten gleichzeitig die globale Arbeiter*innenklasse mit einbeziehen und befreit sehen. Diese Aspekte unserer Aktivitäten können als Widersprüche angesehen werden, doch wenn wir eine linksrevolutionäre Partei sein wollen, müssen wir mit diesen auch umgehen können, ohne dass wir uns im tagtäglichen bürgerlichen Politik-Business verlieren. Die aktuelle Strategie macht es uns jedoch unmöglich, diese Aufgabenbereiche zu verbinden. Aus diesen Gründen verlieren wir uns zu oft in den institutionellen Strukturen und haben wenig Möglichkeit, revolutionäre Politik zu betreiben.


  • Wir müssen unsere Strategie ändern, indem wir eine ausarbeiten, die einer revolutionären Strategie des 21. Jahrhunderts entspricht und die Diversität der heutigen Linken als Stärke nutzt
  • Statt nur einer Rolle als passive "Schnittstelle zwischen Parlament und Strasse" müssen wir den Widerstand von unten aktiv stärken und mit den Gruppen systematischer zusammenarbeiten

Strategische Ausrichtung bewusst entscheiden


Wie bereits erwähnt, haben wir durch den Präsidiumswechsel u.a. eine Möglichkeit, die strategische Ausrichtung unserer Partei an die heutige Zeit anzupassen. Es reicht jedoch nicht, ein neues Präsidium zu wählen, um die Strategie einer Partei nachhaltig zu ändern, sondern es bedarf eines breiten Prozesses. Wir müssen uns als JUSO parteiumfassend mit der aktuellen Strategie auseinandersetzen und das strategische Denken in der Partei aktiv fördern.


  • Wir brauchen einen Rahmen, analog zum Entscheid vom letzten Initiativprojekt, um über verschiedene strategische Ansätze zu diskutieren und zu entscheiden, welche wir verfolgen wollen
  • Die Geschäftsleitung soll die heutige Strategie kritisch analysieren und Workshops für Sektionsvorstände und Basismitglieder vorbereiten, um strategisches Bewusstsein zu stärken